Archiv: Oktober 2015

Exkursion Menschheitsgeschichte: Ein kindgerechtes Wochenende mit Dr. Herbert Renz-Polster

Am Freitag 16.10.2015 war es so weit: Die Vorbereitungen des interdisziplinären Fachtages „Kinder verstehen“ fanden ihren Höhepunkt. Pünktlich 19.30 Uhr verdunkelte sich das Licht der Aula in der Werkstattschule Rostock. Eltern, Fachkräfte und Interessenten warteten gespannt auf den Referenten Dr. Herbert Renz-Polster.

Auf den Spuren unserer Vergangenheit

Der Kinderarzt und Wissenschaftler begleitete die Gäste auf einer Reise in die Vergangenheit. Er lud seine Zuhörer ein, kindliches Verhalten aus Perspektive der Evolution zu betrachten. Gibt es vielleicht einen Grund, warum Kinder nicht alleine schlafen wollen? Warum erscheinen Trotzanfälle wie aus dem Nichts im zweiten Lebensjahr? Schließlich wird auch das liebe Gemüse rigoros von unseren Sprösslingen aussortiert. Im Anschluss an den Vortrag folgte eine spannende Fragerunde.

Interdisziplinärer Fachtag

Am Samstag, den 17.10.2015 ab 8.30 Uhr füllte sich die Aula erneut. Für jenen Tag stand eine Konferenz für Fachpublikum mit Hebammen, Physiotherapeuten, Logopäden, pädagogischen Fachkräften, Ärzten und Ergotherapeuten an. Ein facettenreiches Programm lud ein, das Thema Kindheit im Kontext des familiären als auch kulturellen Systems genauer zu betrachten.

Dr. Herbert Renz-Polster lud dazu ein, das natürliche Wesen von Babys und (Klein-)Kindern aus der Vogelperspektive anzuschauen. Die Kleinen orientieren sich an ureigenen Grundbedürfnissen. Aus diesem Grund äußert sich der Kinderarzt ausdrücklich gegen pädagogisches Catering in Form von komplexen Bildungsplänen. Vielmehr benötigen Kinder bis ins tiefe Grundschulalter stabile, soziale Beziehungen. Kompetente Fachkräfte spielen an dieser Stelle eine wichtige Nebenrolle. Eltern und andere Kinder spielen eine Hauptrolle. Sobald dieses Netz sozialer Strukturen den Nachwuchs nachhaltig umgibt, erwacht seine angeborene Neugier wie von selbst. Dank dieser fördern sich Kinder in einer artgerechten Umgebung mit Natur quasi selbst.

Neben dem freien Spiel standen Themen wie Plagiozephalie (lagerungsbedingte Schädelasymmetrie), Tragen von Babys, Selbstständigkeitsentwicklung durch Nähe, das Tragen von Babys als auch die Ernährung im ersten Lebensjahr auf der Tagesordnung.

Abschied mit großen Plänen

Gegen 16.00 Uhr verabschiedeten die Veranstalter das Publikum und bedankten sich bei Sponsoren als auch Kooperationspartnern. Dabei kündigten sie bereits an: „Es wird 2017 wieder ein interdisziplinäres Wochenende geben!“ Tatsächlich wurden die ersten Steine dafür bereits ins Rollen gebracht.

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Posted by bastian on in Fachtag