Entwicklungskrimi Frühe Kindheit: das Alter zwischen 0 und 6 Jahren

Die ersten sechs Lebensjahre eines Kindes sind geprägt durch eine Vielzahl an Entwicklungsaufgaben und unterschiedlichen Erfahrungen. Dabei folgt die kindliche Entwicklung keinem klar strukturierten Fahrplan, sondern experimentiert hier und da auf neuen Wegen. Tatsächlich zeigt sich dabei eine spannende Entwicklungsvielfalt bei Kindern. Diese wartet auf eine individuelle Beantwortung durch die Bezugspersonen.

Erziehung wird heute als zugewandt-kompetente Entwicklungsbegleitung verstanden. Moderne Erziehung fordert zum selbständigen Erkennen und Handeln auf, damit ein Kind zunehmend unterschiedliche Situationen selbst gestalten kann: „Nicht mit mir passiert etwas, sondern ich kann Einfluss nehmen, etwas bewirken und verändern.“

Jedem Kind stehen Entwicklungspotenziale zur Verfügung. Diese können sich durch anregende Impulse ihrer Bezugspersonen (Mama, Papa, Oma, Opa, …) und anderer Kinder weiterentwickeln als auch differenzieren.

Der Vortrag von Dr. Gabriele Haug-Schnabel stellt neueste Forschungsergebnisse für die Altersspanne von 0 bis 6 Jahren vor.

Mithilfe von Filmausschnitten und Verhaltensprotokollen werden typische Entwicklungsstationen illustriert, um eine lebendige Diskussion anzuregen. Das Netzwerk Abenteuer Familie lädt zu diesem Themenabend am 13.10.2017 recht herzlich in die Aula der Werkstattschule ein.

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Bobath Konzept: Ein Beispiel lebendiger Kooperation

Berta und Karel Bobath: eventuell ist das Bild urheberrechtlich geschützt

„Gemeinsam sind wir stark!“ Diesen Spruch kennt der eine oder andere aus sportlichen Wettkämpfen. In diesem Artikel beschreibt das Rostocker Netzwerk Abenteuer Familie, welche Rolle diese magischen Wörter beim Bobath Konzept spielen. Erfahren Sie hier, wie Netzwerkarbeit in der Praxis gelebt werden kann.

Unser Blogbeitrag im Januar beschäftigte sich mit Kooperation aus der Perspektive der Evolution. Diesen Monat machen wir einen gedanklichen Spaziergang durch den Alltag von Fachkräften, die auf Grundlage des Bobath Konzepts arbeiten.

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Kooperation: Eine Erfindung der Moderne?

Quelle: shutterstock

Soziale Netzwerke – vor allem die virtuelle Art dieser – werden heute größer denn je geschrieben. Aber auch im beruflichen Feld gewinnen diese immer mehr an Bedeutung. Wir haben uns den Ursprung von Kooperationen näher angeschaut. Erfahren Sie hier, wie kooperatives Verhalten bereits bei unseren Vorfahren zum Einsatz kam und was wir noch heute davon nutzen können.

Kooperation: erste Entdeckungen

Auf den ersten Blick schien es, dass Menschen nur dann kooperierten, wenn sie davon profitierten. Neben Beobachtungen führte beispielsweise eine Studie mit 12-jährigen Jungen eines Ferienlagers zur Entdeckung dieser Besonderheit.

Zu Beginn des Aufenthaltes bildeten die Jungen, welche sich vorher noch nie begegneten, wie von selbst kleine Gruppen. Danach befragten die Ferienlagerleiter und gleichzeitig Forscher jedes Ferienkind nach seinen Freunden.

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Urinstinkte in uns selbst: Alles nur Kinderkram? Auf den Spuren archaischer Züge im Verhalten Erwachsener

Ein Teilbereich der Verhaltensbiologie beschäftigt sich mit den angeborenen Verhaltensweisen von Säuglingen beziehungsweise Kleinkindern. Im Folgenden stehen jedoch einmal die Erwachsenen selbst im Fokus der Aufmerksamkeit. Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Sie in ganz bestimmten Situationen ein Verhalten zeigen, welches eigentlich dem modernen, rational denkenden Menschen widerspricht? Wir haben uns auf die Suche nach typischen Momenten im Alltag gemacht und sind fündig geworden.

Oh es riecht gut und der Rostocker Weihnachtsmarkt beginnt

Noch vor dem ersten Advent beginnen fleißige Hände mit dem Aufbau der festlich geschmückten Weihnachtsstände. Es wird nicht mehr lange dauern und die Menschenmenge drängt sich dicht an dicht über den Rostocker Weihnachtsmarkt 2016. Unter ihnen sind einige, die sich schon einmal ein wenig in weihnachtliche Stimmung versetzen wollen. Andere wiederum können es kaum erwarten, endlich wieder einmal einen herrlichen Weihnachtsapfel, gebrannte Mandeln, Glühwein oder heißen Sanddorn genießen zu können. Auch gibt es Menschen, die den Weihnachtsmarkt in Rostock besuchen, um hoffentlich noch Schnäppchen für den Gabentisch zu ergattern.

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Verhaltensbiologie für Fachkräfte in Kita und Hort: Warum eigentlich?

Netzwerk Abenteuer Familie Fachtag 2017

Interdisziplinärer Fachtag mit Frau Dr. Haug- Schnabel

In der Ausbildung zur pädagogischen Fachkraft stehen vor allem pädagogische und psychologische Konzepte im Vordergrund. Begriff wie Bindungstheorie, Lerntheorie oder Eingewöhnungsmodelle fallen oftmals auch. Wir verraten in diesem Beitrag, warum sich zudem ein Blick zur Verhaltensbiologie die pädagogische Praxis bereichern kann.

Ein veraltetes Menschenbild ging davon aus, dass Kinder als tabula rasa (leere Tafel) auf die Welt kommen und quasi uneingeschränkt von Erwachsenen beschrieben beziehungsweise geformt werden können. Es wurde vermutet, dass vor allem Säuglinge und Kleinkinder die eigene Stimmung mithilfe des Weinens äußerten.

Andere Hinweise geben verhaltensbiologische Beobachtungen. Im Rahmen kulturvergleichender Untersuchungen konnten Verhaltensbiologen (Humanethologen) zeigen, dass bereits Neugeborene über eine Reihe von Universalien verfügen. Universalien sind allgemeingültige Regeln, welche sich durch die stammesgeschichtliche Anpassung des Menschen schrittweise entwickelten. Säuglinge reagieren beispielsweise auf süß, sauer oder bitter weltweit alle mit einer typischen Mimik, die uns als Beobachter verrät, ob es schmeckt oder nicht. Auch Freude, Ärger oder Kummer wird von allen Völkern der Erde mit ganz typischen, mimischen Ausdrucksweisen vermittelt.

Säuglinge und Kleinkinder sind demnach keine Wesen, die lediglich weinen, wenn sie sich unwohl fühlen. Vielmehr sind sie in der Lage, ihre Wahrnehmungen differenzierter wiederzugeben. Es liegt nun an den Erwachsenen, genau diese unterschiedlichen Verhaltensweisen zu verstehen.

Verhaltensbiologen können Erzieherinnen und Erziehern praktische Anregungen zur gezielten Beobachtung von (Klein-)Kindern mit auf den Weg geben. Diese ermöglichen es, den pädagogischen Alltag vielleicht anders zu reflektieren und vor allem auch soziale Kommunikationsstrategien in der Kindergruppe intensiver zu fördern.

Für den kommenden Oktober 2017 plant das Rostocker Netzwerk Abenteuer Familie einen interdisziplinären Fachtag mit der Verhaltensbiologin Frau Dr. Gabriele Haug-Schnabel. Hier treffen ErzieherInnen, Sozialpädagogen und Lehrer auf Berufsgruppen des Gesundheitsbereiches. Im gemeinsamen Dialog mit Hebammen, Physiotherapeuten und Ärzten wird es möglich sein, neue Impulse für die alltägliche Beobachtung in der eigenen Kindergruppe mitzunehmen. Über www.physio-bastian.de/fachtag erhalten Sie weitere Informationen zum interdisziplinären Fachtag 2017 in der Rostocker Werkstattschule (Nähe Südstadtklinikum).

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